chance bypass

Komplett-Einhausung zwischen Sonnenberg und Tunnel Schlund

Mit einer kompletten Überdachung («Einhausung») der Autobahn A2 zwischen Sonnenberg-Südportal im Grosshof und dem Tunnel Schlund soll der Lebensraum zwischen Kriens, Luzern und Horw massiv aufgewertet werden. So schafft die Autobahn neuen Lebensraum und neue Perspektiven für den Städtebau, statt Wohnquartiere noch mehr zu entzweien. Ein grüner Park heilt eine alte städtebauliche «Wunde» im Landschaftsbild, die mit der Realisierung des vorliegenden Bypass-Projektes neu aufgerissen und sogar vergrössert würde.

Der Bund schlägt eine Verlängerung des Tunnelportals um 240 Meter mit einer Überdachung vor (im Bild blau markiert). Die Vision «Chance Bypass» fordert eine Kompletteinhausung (im Bild gelb) - vom Sonnenbergtunnel bis zum Tunnel Schlund. Und damit auch auf dem letzten, dann auf Stadtgebiet noch offen im Siedlungsgebiet geführten Abschnitt der A2.

So wird das verkehrstechnisch notwendige Projekt «Bypass» zur «Chance Bypass. Ein Projekt, das die Region Luzern lebenswerter macht. Erst so schafft der «Bypass» Mehrwert für die Bevölkerung und das Gewerbe der Region, und es werden Verbesserungen ermöglicht für alle – für Fussgänger, Velos und den ÖV bis zum motorisierten Individualverkehr.

 

«Stadtreparatur» zwischen Kriens und Luzern

Heute trennt die Autobahn die Quartiere links und rechts. Querverbindungen sind unterbrochen. Der Siedlungsraum wendet sich - gezwungenermassen - von der lärmintensiven und verkehrsreichen Autobahn ab. Die weitere Entwicklung des Gebietes ist damit städtebaulich blockiert, die Lebensqualität in den Quartieren eingeschränkt. Denn beidseits der Autobahn endet «das Leben» an einer 3 Meter hohen Lärmschutzwand irgendwo im NIemandsland.

Mit einer ganzheitlich angegangenen Stadtreparatur kann hier eine Korrektur erreicht werden. Die eingehauste Autobahn schluckt den Lärm und wertet damit die angrenzenden Quartiere massiv auf. Die Autobahn-Einhausung wird in die Quartierentwicklung einbezogen und schafft neuen Lebensraum: Auf dem Dach der Einhausung mit einem Park, an den Übergängen mit horizontalen Gärten, neuen Überführungen und besseren Anschlüssen. Kurzum: Es entsteht neuer Stadtraum in der dritten Dimension.       

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Einhausung schafft neue Städtebauliche Perspektiven

Die heute lärmtechnisch erzwungene Abwendung von Gebäuden in alten und neu entstehenden Quartieren von der Autobahn beraubt diese der Abendsonne. Mit der Einhausung wird dieser Nachteil im Entwicklungsschwerpunkts-Gebiet aufgehoben. Bauten können frei er ausgerichtet werden. Die untersten drei Geschosse in unmittelbarer Nähe zur Autobahn können voll nach Süden orientiert werden und haben wenig Nachteil vom neuen, grossen Volumen. Die oberen Geschosse können frei nach Süden oder Westen orientiert werden.

Der Langpark kann seitlich flächig ausgedehnt werden zur sanften Überwindung von Höhenunterschieden und als Potenzial für die Schaffung von neuen Stadtquartieren: die «dreidimensionale Stadt». Der Baukörper der eingehausten Autobahn kann zum Raumabschluss werden für angrenzende Baustrukturen und neue Quartiere. Vertikale Gärten überwinden Höhenunterschiede und vermitteln zwischen der Langparkebene und der Stadtebene.

Referenz: MFO-Park, Zürich Oerlikon, Raderschall Landschaftsarchitekten

Flyer «Chance Bypass»